Neue Mitglieder werben?

Warum es nicht reicht, einmal im Jahr ein Fest zu machen.

„Wir machen doch viel bei uns im Dorf und nichts passiert!“ Das hören wir immer wieder und daher folgen ein paar Gedanken rund um die Mitgliederwerbung.
 
Wie „ticken“ Menschen eigentlich? Warum machen sie mit und warum nicht? Um eine Entscheidung für oder gegen etwas zu treffen, benötigen Menschen Informationen. Diese erhalten sie durch verschiedenen Kanäle und über alle Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten), immer je nachdem wozu das Produkt, die Dienstleistung oder der andere Mensch in der Lage ist zu kommunizieren bzw. seine Informationen auszusenden.
 
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es mindestens 7 x eines Kontaktes zu einem Produkt, zu einer Dienstleistung oder einem Menschen bedarf, um sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Und das gilt auch für das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr!
 
Beispiel:

  1. Ich sehe die TV Werbung eines neuen Joghurts.
  2. Ich gehe einkaufen und sehe das Produkt im Regal hervorgehoben platziert.
  3. In der Mittagespause hat eine Freundin den Joghurt.
  4. Ich probiere bei der Freundin.
  5. Ich höre einen Funkspot zum Joghurt.
  6. Ich lese ein Angebot in der Wochenzeitung vom Supermarkt, mit der Joghurtwerbung.
  7. Ich gehe einkaufen und an einem Probierstand teste ich zum zweiten Mal den Joghurt.

Ich kaufe ein 10er Joghurt Testpaket!
 
Durch Eigenuntersuchungen kann jeder feststellen, dass dieses gilt. Ein Fest im Jahr reicht eben nicht und vor allem spreche ich vielleicht meine Zielgruppe, die 18-30-jährigen Frauen und Männer nicht so an, dass sie eine moderne, sinnvolle und mit ebenso viel Spaß organisierte, einzigartige Freizeitbeschäftigung erkennen. Oft werden vielmehr vielleicht Vorurteile bestätigt und das ist dann eine schlechte Werbung für die Zukunft und bringt selten neue Mitglieder.
 
Fazit: Wer Neues anfassen will, muss Altes loslassen.